Autorin:

Lea Bernhardt

 

Jahrgang 1976,

verheiratet, Mutter von vier Kindern. Sie ist Osteopathin und Yoga-Lehrerin

mit eigener Praxis und Yoga-Angebot  in Lahnau

 

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Über die Bedeutung der Entspannung

Schwingend auf der Erde landen

 

Wer hat das nicht beim ersten Kind durchlebt - die Schwangerschaft war ein buntes Erlebnis, die Geburt bahnt sich an, Freude, Ängste, Aufregung mischen sich zu einer noch bunteren Gefühlsachterbahn. Da hilft nur eins: tief durchatmen und Gelassenheit üben.

 

Die Schwangerschaft mit bewussten Atem und sanften Körperübungen begleiten ist das eine; die Geburt aktiv mit diesem tiefen Atem zu durchleben etwas wirklich essenziell Wichtiges.

 

Bewusster, tiefer, langer Atem reduziert die Schmerzwahrnehmung deutlich. Die Gebärende kann sich selbst mit diesem Atem durch die Geburtsphasen „hindurchlotsen“. Eine Vertrauensperson kann Atemhelfer sein - die Atmende begleiten und immer wieder an die bewusste, tiefe Atmung erinnern.

 

Der Atem kann aber noch mehr: Bei Komplikationen verschafft die Gebärende dem Kind und dem Fachpersonal Zeit für notwendige Maßnahmen - und bleibt dabei möglichst ruhig und zentriert. Das Blut wird mit Sauerstoff ideal angereichert, die Versorgung des Kindes sichergestellt.

 

Dann kommt die Zeit, zu Hause anzukommen, Schlafrhythmen zu finden, sich als junge Familie zu sortieren. Die Rückbildung im Körper der Frau beginnt. Prozesse die physiologisch viel Kraft kosten, seelisch ein Auf und Ab der Gefühle hervorrufen.Auch hier sollte der Atem bewusst eingesetzt werden. Nachgewiesen ist, dass tiefer, langer Atem Stress abbaut, den Hirndrüsen bei der Hormonregulation hilft und Gefühlsschwankungen als deutlich weniger intensiv wahrgenommen werden.

 

Wenn das Kind dann mal unruhig wird, hilft der ruhige Atem von Mama und Papa. Ängste und Sorgen gehören zu unserem „Eltern werden“ einfach dazu - wie wir mit ihnen umgehen ist aber entscheidend für ein entspanntes Lebensgefühl, und eben auch für ein entspanntes Baby.

 

All diese Tipps versagen aber auch mal - fast alle Eltern erleben den Moment, wo doch nichts mehr hilft, das Baby schreit und schreit.

Tragetuch/Tragesystem und Babyfederwiegen sind nach meiner jahrzehntelangen Erfahrung die wertvollsten Helfer; der Säugling erfährt Nähe, Geborgenheit und eine natürliche Bewegung, die er noch aus dem Mutterleib kennt.

 

Tragesysteme sind hilfreich, um am Tage durch den Wald zu schlendern und den Kopf frei zu bekommen und ein unruhiges Kind/Eltern-System zu entspannen.

 

Für die Zeiten, in denen das Kind so gar nicht zur Ruhe findet, sind Federwiegen wie Lullababy oder Nonomo gold wert. In der intensiven Auf- und Ab-Bewegung verdaut das Kind, „Bäuerchen“ lösen sich, der Darm findet einen gesunden Rhythmus, das Einschlafen wie im Mutterleib wird ermöglicht.

 

Ganz nebenbei haben diese Federwiegen in der Behinderten-Kindesentwicklung gezeigt, dass dieses Bewegungsmuster im kindlichen Organismus sehr gesundheits- und entwicklungsfördernd ist. Spannend ist hierbei, dass in vielen Kulturen der Welt solche federnden Betten seit Jahrtausenden erfolgreich Anwendung finden.

Mit solch einem entspannten Vorgehen, dem Atmen und der zur Hilfenahme von Tragesystem und Federwiege gelingt der Start in ein Familienleben rundum. Wer da noch das i-Tüpfelchen hinzufügen möchte, gönnt sich und dem Baby eine tägliche Babymassage. Gerade für den frisch gebackenen, „nicht-stillenden“, Papa eine tolle, liebevolle Hinwendung zum Kinde.

 

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