Autorin:

Hana Clement

 

leitende Hebamme

in Lich

 

 

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Viele Eltern empfinden die zweite und dritte Geburt

entspannter als beim ersten Kind

„Alles schon bekannt, oder?“

 

Steht das zweite oder das dritte Kind an, läuft die Geburt bei vielen Frauen viel einfacher ab. Das fängt bei der gestiegenen Erfahrung  der Eltern an. Man weiß schon was kommt, das gibt Sicherheit und Gelassenheit.

 

Davon profitieren Mutter und Vater gleichermaßen und sie können sich viel mehr auf die Situation einlassen. „Die Statistik belegt es und es deckt sich auch mit unseren Erfahrungen, dass die zweite oder dritte Geburt oft wesentlich problemloser und sicherer abläuft“, berichtet Hana Clement, Leitende Hebamme der Asklepios Klinik Lich.  Die Geburtswege wurden schon einmal gedehnt, sodass der Muttermund nun zügiger aufgeht und das Baby schneller durch Becken gelangt. Sehr oft kann beim zweiten Kind auch auf einen Dammschnitt verzichtet werden.

 

Beim zweiten Kind sind nicht nur die Mütter entspannter, auch die Väter wissen jetzt schon was auf sie zukommt. So können sie oft besser einschätzen, wann sie ihre Frauen unterstützen sollen und wann sie sich besser zurücknehmen. „Es ist aber ganz natürlich, dass auch bei der zweiten Geburt bei den Vätern immer wieder Momente kommen, bei denen sie denken, sie könnten nichts tun“, so Hana Clement. Wichtig sei es, der Frau während der Geburt zu Seite zu stehen, sie zu motivieren und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. „Und wenn sie mal kurz ihre Ruhe möchte, ist das auch kein Problem“, erklärt Clement.

 

Ist dann alles geschafft, machen viele Mütter die Erfahrung, dass ihnen das Stillen meistens einfacher fällt. Auch hier macht sich die bereits vorhandene Erfahrung bemerkbar. Man weiß ja, dass es schon einmal geklappt hat. Der Umgang mit der Brust und das Anlegen des Kindes sind schon geübt und vor allem weiß man die Zeichen des Babys viel besser zu deuten. Etwa wenn es keinen Hunger mehr hat, oder wenn es unbequem liegt. Auch die Brust kommt schneller in die Milchbildung, wenn bereits eine erfolgreiche Stillzeit erlebt wurde. „Natürlich ist jedes Kind anders, eine Garantie gibt es nicht und auch beim zweiten Kind können Probleme auftreten, die Mama und Papa völlig überraschen“, betont die Leitende Hebamme.

 

 

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