Autor:

Georg A. Pflüger

 

Schulleiter der

Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule

in Wetzlar

 

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Das Familienmagazin für Gießen, Wetzlar und Umgebung

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Guter Hoffnung sein – voll guter Hoffnung!

 

Du hältst dein Kind im Arm – zum ersten Mal … Nie wirst du diesen Augenblick vergessen. Alle Ängste, alle Sorgen, ob du diese Verantwortung tragen können wirst, zerschmelzen unter den großen Augen dieses kleinen, zerbrechlichen Wesens. Es wird fortan dein Leben bestimmen.

 

Es war ein langer Weg dahin. Die erste Schwangerschaft gleicht einem Anstieg, der noch im Lande deiner Jugend liegt. Noch bist du selbst eine Tochter, ein Sohn. Das Ende dieser Ära kündigt sich zwar an, doch bleibst du bis zum Erreichen des Gipfels das jüngste Glied in der Kette deiner Generationen. Bis mit einem Schlag sich alles ändert – wenn dein Blick in den Augen deines Kindes versinkt. Jetzt hast du das Land deiner Jugend verlassen, jetzt bist du selbst Mutter oder Vater geworden. Dein Kind hat dich dazu gemacht.

 

Die tiefen Gefühle der Wärme, der Verbundenheit und der Liebe, die in dir aufströmen, zeugen von der uralten Bedeutung dieses Vorgangs. Die Natur, die Evolution, die Schöpfung – wie auch immer du dies verstehst – belohnt dich mit intensiven Gefühlen. Du bist ein Mensch, der einen kleinen Menschen verantwortet! Diese Bereitschaft, diese Selbstverpflichtung zur Sorge, diese innige Beziehung der Eltern zum Kind garantiert den Fortbestand unserer Art. Ein Leben lang werden deine Kinder emotional deine empfindlichste Stelle, dein Augapfel bleiben. Kein schnoddriger Satz wie „Kinder kriegen die Leute sowieso“ (Adenauer), keine Statistik von Überbevölkerung, keine drohenden Kriege oder Katastrophen können dies ändern: Kinder sind und bleiben unsere Hoffnung. Deshalb: Wenn du guter Hoffnung bist, sei es guter Hoffnung!

 

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. … Denn das Leben schreitet nicht zurück, noch verweilt es beim Gestern. Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebendige Pfeile abgeschnellt werden.“ (Khalil Gibran)

 

 

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