Autor:

Meike Dietz

 

Sie ist Fotografin aus Lich, verheiratet

und Mutter

einer Tochter

 

 

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Das Familienmagazin für Gießen, Wetzlar und Umgebung

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Fotografieren leicht(er) gemacht

 

Wie mache ich eigentlich

schöne Fotos von meinem Kind?

 

Der heiß ersehnte Urlaub steht an, alles ist gepackt und alle sind guter Dinge. Der Urlaub ist dann auch phantastisch, gespickt mit vielen wertvollen Erinnerungen - wie gut dass man auch die Kamera dabei hatte...

 

Bei genauerem Betrachten der Fotos stellt man jedoch fest, dass nicht ein Foto dabei ist, auf dem die Urlaubsstimmung so richtig rüber kommt. Warum ist das nur so?

 

Für schöne Familienfotos gibt es grundsätzlich zwei Dinge die beachtet werden sollten: zum einen die Technik und zum anderen die Stimmung. Bitte was, die Stimmung? Na, im Urlaub ist die Stimmung doch sowieso super, denken Sie nun.

 

Folgende Situation: Im Urlaub hat Ihr Kind gerade mit großem Eifer eine Sandburg gebaut, ein Eis gegessen  oder einen Berg erklommen... und jetzt kommen Sie! Sie bewaffnen sich mit der Kamera, stellen einiges ein – schauen auf das Display oder durch den Sucher (sind also vom Objekt der Begierde aus betrachtet verschwunden hinter der Kamera) und fordern Ihren Nachwuchs nun auf: „Lach mal schön!“

Für das Kind ist diese Aufforderung völlig abstrakt. „Worüber soll ich denn jetzt lachen?“, ihm ist in den meisten Fällen ja gar nicht bewusst, dass es über die Situation, die Sie nun bildlich festhalten wollten, bereits gelacht hat. Im besten Falle wird Ihr Nachwuchs nun ein Grinsen zeigen, das nicht im entferntesten an das so wunderbare Kinderlachen von zuvor erinnert.

 

Warum erzählen Sie Ihrem Kind nicht einfach wie toll es das gerade gemacht hat, dass sie total stolz auf es sind... Oder warum fragen Sie nicht, ob Sie den Rest Eis aus dem Gesicht abschlecken dürfen – es würde so lecker aussehen. Bringen Sie Ihr Kind einfach dazu, ganz in der Situation zu bleiben, sich weiter zu freuen und zu lachen... und im besten Falle schaut es zu Ihnen ohne konkrete Aufforderung!

 

Und noch ein paar Tipps:

 

• Trauen Sie sich nah ran zu gehen - in 90 Prozent der Fälle interessiert keinen, welche Schuhe Ihr Kind anhatte.

 

• Wenn Sie Einstellmöglichkeiten an Ihrer Kamera haben, dann stellen Sie bei Portraits die Blendenzahl auf eine kleine Zahl (5,6 oder kleiner) – dadurch wird der Hintergrund unscharf. Das hebt bei einem Portrait das Gesicht hervor.

 

• Wenn Sie gegen die Sonne fotografieren, müssen Sie entweder die richtige Kamera-Einstellung wählen oder eher damit rechnen, dass das Gesicht dunkel wird.

 

• Fotografieren Sie lieber im Schatten als in der prallen Mittagssonne.

 

• Fotografieren Sie Ihr Kind doch mal ganz gedankenverloren beim Spielen; man muss nicht immer das Gesicht sehen, um wunderbare Fotos zu machen...

 

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