Autor:

Dr. med.

Monika Kneip

 

Sie ist Fachärztin

für Augen-heilkunde und setzt sich aktiv für Ihre Augen-gesundheit ein: »Vorsorge ist besser als Nachsorge«

 

 

 

 

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Aktiv für die Augengesundheit einsetzen

Kinderaugen sind wertvoll!

 

Statistisch gesehen findet sich bei jedem 20. Kind eine einseitige Sehschwäche, die zunächst durch eine Brille nicht korrigiert werden kann, also gar nicht so selten.

 

Augenvorsorgeuntersuchung Ihres Kindes

Bei frühzeitiger Entdeckung im Kindesalter können weit über 90Prozent dieser Sehschwächen erfolgreich behandelt werden, sodass diese Kinder später im Erwachsenenalter auf beiden Augen eine normale Sehschärfe haben. Des Weiteren kann der Augenarzt bei einer Vorsorgeuntersuchung organische Fehler des kindlichen Auges, wie beispielsweise angeborener grauer Star rechtzeitig erkennen und eine Behandlung einleiten. Deswegen empfehlen wir die augenärztliche und orthoptistische Untersuchung in der Augenarztpraxis mit Sehschule nach Dringlichkeit gestaffelt:

 

• sofort:

Bei sichtbaren Auffälligkeiten der Augen, wie beispielsweise Augenzittern, Hornhauttrübungen, grau-weißlichen Pupillen, großen lichtscheuen Augen oder bei Lidveränderungen, hier besonders Hängelidern, die die Pupille verdecken, oder falls Sie sich nicht sicher sind.

 

• mit 6 bis 12 Monaten:

Bei erhöhtem Risiko für Schielen oder für Fehlsichtigkeit (optische Brechungsfehler) oder für erbliche Augenerkrankungen. Das liegt beispielsweise vor bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von Schielern und stark Fehlsichtigen (besonders Weitsichtigen) sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen.

 

• mit 31 bis 42 Monaten:

Alle übrigen, auch unverdächtigen Kinder zur frühzeitigen Entdeckung eines kleinwinkligen Schielens oder von optischen Brechungsfehlern.

 

Ihr Kind hat derzeit keine Sehschwäche?

Sollte der Kinderarzt oder Sie keine Auffälligkeiten festgestellt haben, so empfiehlt sich eine vorsorgliche Untersuchung der Augen ­Ihres Kindes, da verdeckte Risiken für eine Sehschwäche und Krankheiten dadurch rechtzeitig erkannt werden und einer Behandlung zugeführt werden ­können.

 

Welche Risiken für eine Sehschwäche bestehen dennoch?

Kinder können kurzfristig über die Naheinstellmuskeln sehr große Fehlsichtigkeit ausgleichen und dann beim Sehtest unauffällig sein. Eine höhere Weitsichtigkeit oder verdeckte Organfehler können bei enger Pupille unentdeckt bleiben. Dies sind Risikofaktoren, die längerfristig zu Anstrengungsbeschwerden und auch zu dauerhafter Sehschwäche führen können.

 

Wir empfehlen Ihnen deswegen noch eine Untersuchung auf verdeckte Organfehler und Sehschwächerisiken, bei der die Naheinstellmuskeln vorübergehend außer Kraft gesetzt werden (Zykloplegie). Erst damit können die restlichen Risiken mit größtmöglicher Sicherheit ausgeschlossen werden. Je früher eine Sehstörung erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Behandlungserfolge. Verschaffen Sie sich Sicherheit, dass mit den Augen Ihres Kindes alles in Ordnung ist. Verhindern Sie eine lebenslange Sehschwäche.

 

Denken Sie daran: Kinderaugen sind wertvoll!Gutes Sehen ist wichtig!

 

 

 

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