Autor:

Manuel König

 

Er ist footpower Akademieleiter, Diplom Sport-wissenschaftler und Orthopädie-schuhtechniker

 

 

 

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Guter Lauf

Wenn Kinder auf den Zehen gehen

 

Eine Studie des Kinderorthopäden Dr. Udo Herberger bestätigt große Erfolge in der Behandlung des habi­tuellen Zehenspitzengangs bei Kindern.

 

Rund zehn Prozent aller Kinder ab dem dritten Lebensjahr sind betroffen, die Hilflosigkeit treibt die Eltern oft an den Rand der Verzweiflung. Der Zehenspitzengang, in Fachkreisen auch habitueller oder idiopathischer Zehenspitzengang genannt, ist eine Gang-Anomalie, deren Ursache bis heute nicht aufgeklärt ist. Dabei gehen Kinder ausschließlich auf dem Vorfuß und zeigen keine normale Abrollbewegung.

 

Ein unnatürliches Gangbild wie der Zehenspitzengang kann langfristig schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Fehlhaltungen im Bereich Knie, Hüfte, Wirbelsäule sind keine Seltenheit. Vor allem in der Wachstumsphase ist für die Ausbildung eines stabilen Haltungsapparates ein starker Auftritt der Füße besonders wichtig.

 

Dr. Udo Herberger, Facharzt für Kinderorthopädie in Osnabrück, kennt die Sorgen der Eltern nur zu gut: »Ich erlebe hier viele Eltern, die verzweifelt nach Rat suchen. Leider hält sich noch immer die fälschliche Theorie, dass sich der Zehenspitzengang grundsätzlich von alleine auswächst. Doch wenn das sechsjährige Kind bereits über Schmerzen in Knien oder Rücken klagt, ist höchste Zeit zum Handeln.«

 

In einer umfassenden Studie behandelte Dr. Herberger zahlreiche betroffene Kinder durch die Versorgung mit sensomotorischen Schuheinlagen von footpower. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Über 120 Kinder zeigten nach der Therapie eine enorme Verbesserung des Gangbildes.

 

Die sensomotorische Einlagenversorgung von foot­power folgt dem Ansatz einer gezielten Beeinflussung der Motorik. Dabei ist es wichtig, dass die Füße nicht in eine scheinbar korrekte Form gedrängt werden.

»Das harmonische Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Gelenken muss neu eingeübt werden. Sensomotorische Einlagen setzen dabei den Übungsreiz, die restliche Arbeit übernimmt der Körper von selbst«, so Herberger.

 

Vom Fuß beginnt die Haltung. Kinder haben die Chance verdient, auf einer starken Körperbasis zu starten.

 

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