Autor:

Matthias Bernhardt

 

Er ist staatlich anerkannter

Osteopath im Zentrum für Osteopathie Wetzlar Tonigold & Kollegen

und Vater von Zwillingen

 

 

 

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Konzentrationsstörungen bei Schulkindern

Osteopathie kann helfen

 

Nach Aussagen des Deutschen Ärzteblatts ist das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, wie Konzentrationsstörungen auch genannt werden, die häufigste psychische Erkrankung des Kindes- und Jugendalters.

 

Aktuellen Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa 5 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren betroffen, wobei die Erkrankung bei Jungen etwa viermal häufiger diagnostiziert wird als bei Mädchen. Die Tendenz ist dabei steigend. Häufig fallen diese Störungen erst  mit dem Eintritt in die Schule auf und führen hier zu Lernschwierigkeiten.

 

Doch was ist Konzentration überhaupt?

Wissenschaftlich gesehen bezeichnet man Konzentration als eine spezifische Form des generelleren Begriffs Aufmerksamkeit. Man definiert sie als eine zielgerichtete, leistungsbezogene und kontinuierliche Zuwendung zu einem bestimmten Reiz, während einer längeren Zeitdauer, das heißt das Kind besitzt die Fähigkeit sich mit einer bestimmten Sache über einen längeren Zeitraum zu beschäftigen, ohne sich dabei ablenken zu lassen. Geht diese Fähigkeit verloren so definiert man dies als Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung.

 

Die Ursachen sind dabei sehr vielschichtig und reichen von genetischen Faktoren, also einer familiären Häufung, über toxische Einflüsse (Alkohol oder Nikotin) während der Schwangerschaft bis hin zu Komplikation unter der Geburt.

 

Ebenso vielschichtig sind auch die Therapieansätze der Schulmedizin. Hier werden, neben der medikamentösen Therapie, vor allem verhaltenstherapeutische Maßnahmen bevorzugt.

 

Aus osteopathischer Sicht sind vor allem knöcherne, muskuläre, sowie fasziale, also bindegewebige Veränderungen, besonders im Bereich der Kopfgelenke, das heißt dem Bereich der oberen zwei Halswirbel und des Hinterhaupts des Schädels, für die Konzentrationsstörung verantwortlich. Diese führen zu einer negativen Beeinflussung des hormonellen Stresssystems, wodurch die Kinder dauerhaft unter Stresshormonen stehen und daher keine Konzentration aufbauen können.

 

Durch eine gezielte osteopathische Behandlung können hier deutliche Konzentrationsverbesserungen erzielt werden, wie verschiedene Studien beispielsweise von Frymann aus dem Jahr 2000, Liem aus dem Jahr 2001 und des Artikelverfassers aus dem Jahr 2014 zeigen.

Somit stellt Osteopathie eine sinnvolle Alternative bzw. Ergänzung zu den schulmedizinischen Behandlungsansätzen dar.

 

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