Autor:

Manuel König

 

Er ist footpower Akademieleiter, Diplom Sport-wissenschaftler und Orthopädie-schuhtechniker

 

 

 

 

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Kinderfüße im Wachstum

„Ist das eigentlich normal?“

 

Diese Frage hören Kinderärzte und -orthopäden, aber auch Spezialisten für orthopädische Einlagen, immer wieder. Aufmerksame Eltern beobachten bei ihrem Nachwuchs einen auffällig watscheligen Gang oder ein häufiges Stolpern über die eigenen Füße. Insbesondere wenn die Kinder zusätzlich von Schmerzen beim Gehen oder Springen berichten, suchen die verunsicherten Eltern Rat.

 

Von Plattfußindianern und sitzenden Fröschen

Im Grunde geben Experten jedoch Entwarnung: Derartige Auffälligkeiten kommen relativ häufig vor und sind nicht selten dem normalen Wachstum des Sprösslings geschuldet. Sobald das Kleinkind beginnt, sich an Gegenständen hochzuziehen und auf eigenen Beinen zu stehen, wählt der Organismus ausgeklügelte Strategien, um der Schwerkraft Paroli zu bieten.

 

Bis die Muskeln kräftig genug sind, um selbstständig das Gleichgewicht herzustellen, stehen wir anfangs zum Beispiel auf einem „etwas breiteren Fundament“. Das typische Plattfüßchen ist somit keine krankhafte Erscheinung, sondern eine hilfreiche Taktik.

Die „platte“ Form entsteht dabei durch ein natürliches Fettpolster im Bereich des Fußgewölbes, welches bis zum Schuleintrittsalter wieder von selbst verschwindet.

 

Auch wenn die Kinder über die eigenen Füße stolpern, weil die Füße ständig nach innen zeigen, kann das wachstumsbedingt sein. Mediziner sprechen hier von einer sogenannten „Innenrotation“, die durch einen Reifungsprozess in den Hüftgelenken bedingt ist. Diese Kinder sitzen gerne im umgekehrten Schneidersitz, winkeln also ihre Oberschenkel wie ein sitzender Frosch seitlich an.

 

Bleibt das denn so?

Diese Frage ist letztlich entscheidend bei der Bewertung seitens des medizinischen Fachpersonals. Vieles verwächst sich von selbst. Da es neben den gesunden Entwicklungsprozessen in zunehmender Anzahl aber auch dauerhafte Auffälligkeiten gibt, bedarf es einer kontinuierlichen Begleitung der Kinder, um rechtzeitig Folgeprobleme am Bewegungsapparat zu vermeiden.

 

Neben den routinemäßigen Früherkennungsmaßnahmen U1-U9 können erfahrene Einlagenspezialisten mit ihren technischen Möglichkeiten den Wachstumsverlauf engmaschig protokollieren und darüber hinaus wertvolle Tipps zu kräftigenden und koordinationsfördernden Bewegungsaufgaben geben.

 

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