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Textil-Trends von heute

landen übermorgen im Müll

 

In mittlerweile 24 Kollektionen pro Jahr produzieren Modemarken wie Zara und H&M ständig neue Trends. Liegengebliebene Ware muss oft unter Produktionswert verkauft werden, um nicht im Müll zu landen.

Günstige Kopien der Designer-Mode werden massenhaft gekauft und wieder weggeworfen. Echtes Recycling findet kaum statt. Die einzige Lösung: Qualitativ hochwertiger und weniger kaufen, tauschen und upcyclen.

 

Die weltweite Textilproduktion hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurden erstmal mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke neu produziert, dies entspricht einem Umsatz von 1,8 Billionen US-Dollar. Dadurch werden der Natur Unmengen an Rohstoffen entzogen; Umwelt und menschliche Gesundheit nehmen - beispielsweise durch giftige Chemikalien - Schaden. Die Herstellung findet zudem oft unter menschenunwürdigen Bedingungen statt.

Stellen Sie sich vor, ihre 6-jährige Tochter müsste zwölf Stunden am Tag für ein Minimum an Entschädigung in einem giftigen und dreckigen Umfeld arbeiten, um für die wohlhabenden Kinder auf der anderen Seite des Planeten günstige Mode zu produzieren. Es ist daher wichtig, die eigenen Kinder und Jugendlichen darauf aufmerksam zu machen, wenn man merkt, dass sie das „shoppen gehen“ für sich entdecken.

 

Mittlerweile rückt das Thema nachhaltige Mode zum Glück immer mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft, was neue Geschäftskonzepte erst ermöglicht und tragfähig macht. Bei uns am Pauls Platz in der Gießener Stadtmitte versuchen wir mit unserem Geschäftskonzept ein Bewusstsein für Nachhaltigen Konsum zu schaffen. Auch unsere Nachbarn, der „Unverpackt Gießen“ hat sich diesem Thema verschrieben und wir hoffen gemeinsam diesen Trend mit unserem Handeln zu verstärken.

 

 

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Autor:

Paul Düsterhöft

 

Er ist Inhaber der Boom Jack Fashion & lnterior Stores in Gießen und Wetzlar. Im Laufe der Jahre entwickelte sich sein Geschäfts­konzept immer mehr in Richtung ökologisch und nachhaltigem Konsum.

 

 

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